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Freund der Mutter

Der Freund meiner Mutter hat uns verlassen. Ich denke ständig an ihn und muss oft weinen. Ich kann mich kaum auf etwas anderes konzentrieren. Was soll ich tun?
Cora, 9 Jahre (Name geändert)


Liebe Cora!
Anscheinend kanntest du den Freund deiner Mutter gut. War er auch für dich ein Freund und Vertrauter? Dann kann ich gut verstehen, dass du ihn vermisst und traurig bist. Ich kann nachvollziehen, dass die Trennung dich belastet.
Doch so wie es aussieht, gab es in der Beziehung zwischen deiner Mutter und ihrem Freund einen Punkt, an dem sie sich entschlossen haben, sich zu trennen, anders weiter zu leben.
Egal, ob die Trennung von einem oder beiden ausging: Damit müsst ihr euch alle auseinander setzen. Es ist wichtig, eine Trennung schrittweise zu verarbeiten und zu lernen, loszulassen.
Das Loslassen wird nicht von heute auf morgen gehen, aber nach und nach. Helfen können dir dabei gute Freundinnen oder deine Familie. Es tut gut, über seine Sorgen zu sprechen, der Trauer Raum zu geben und sich trösten zu lassen. Nach einer Weile solltest du aber wieder zu deinen lieb gewonnenen Beschäftigungen und Freizeitaktivitäten zurück finden, solltest wieder lachen und fröhlich sein.
Mache dir klar, dass man Menschen nicht festhalten kann - das würde niemanden glücklicher machen und höchstens viele Problem heraufbeschwören. Akzeptiere, dass es für den Freund deiner Mutter jetzt einen anderen Weg gibt, das hilft dir, loszulassen und wieder fröhlich zu sein.
Möglicherweise bist du auch deshalb so traurig, weil du deine Mama so traurig siehst? Prüfe gut, wo deine Trauer und wo die deiner Mama ist. Du kannst ihr schlecht helfen, wenn du «für sie» leidest.

 

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