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Was passiert, wenn der Fuss einschläft?

Bild: Shutterstock

Unser Fuss schläft ein, wenn eine Nervenbahn blockiert ist. Auch eine blockierte Arterie (Blutbahn) führt zu einem schlafenden Fuss, denn dann erhalten er und die Nerven im Fuss zu wenig Sauerstoff.


Wir kennen es alle: Man hockt auf einer Stuhlkante oder im Schneidersitz und merkt nicht, wie einem der Fuss oder das Bein einschläft. Plötzlich spürt man ein unangenehmes Kribbeln und Stechen. Erst wenn man das Bein bewegt oder sich anders hinsetzt und sich die Nervenbahnen oder Blutbahnen wieder normalisiert haben, hört das Kribbeln und Stechen auf.

 

Defekte "Telefonleitung"
Nicht nur vom Fuss, sondern von fast allen Teilen unseres Körpers verlaufen Nervenbahnen zum Gehirn. Sie funktionieren wie Telefonleitungen und übermitteln Signale. Von der Nase zum Beispiel verlaufen Geschmacksnerven zum Gehirn, deren Signale wir als Gerüche deuten. Weil die vielen kleinen Nerven in unserer Nase aber nicht alle gleichzeitig blockiert werden können, kann sie auch nicht einschlafen.


Einschlafen können nur unsere Extremitäten (Füsse, Beine, Arme und Hände). Von ihnen verläuft jeweils nur eine grosse Nervenbahn zum Gehirn. Wird sie blockiert, also gekrümmt oder abgeklemmt, bringt das die Signale durcheinander, sie spielen verrückt. Das Kribbeln und Stechen, das wir dabei empfinden, macht uns auf die gestörte "Telefonleitung" aufmerksam und sagt uns, dass wir uns um das Problem kümmern sollen. Wenn wir das tun, also wenn wir den Nerv entlasten, nimmt das gemeine Stechen zuerst um einiges zu, denn auch die Erholung des Nervs bringt die Signale durcheinander.


Alarm geht auch beim Schlafen los
Wir merken sogar im Schlaf, wenn uns eine Extremität einschläft. Wenn es zum Beispiel unserem Arm unter dem Kissen zu eng wird, wecken uns die gestörten Signale; wir legen uns anders hin.


Die Nervenbahnen unserer Füsse und Beine verlaufen an der Wirbelsäule entlang zum Kopf. Füsse und Beine können also auch einschlafen, wenn ihre Nerven in der Wirbelsäule blockiert werden. Das kann zum Beispiel passieren, wenn die Bandscheiben - die Polster zwischen den Wirbeln - kaputt gehen und die Nervenbahnen zwischen den Wirbeln eingeklemmt werden. Man spricht dann von einem Bandscheibenvorfall, der häufig operiert werden muss.


Zu wenig Blut = Zu wenig Sauerstoff
Gewebe und Nerven in unserem Fuss müssen ständig mit Sauerstoff versorgt werden. Das geschieht über das Blut, welches durch Arterien in alle Körperteile fliesst. Ist eine solche Arterie eingeklemmt und der Blutdurchfluss gestört, meldet uns der Fuss das mit Kribbeln und Stechen.

 

Viele weitere AHA!-Fragen findest du auf www.simplyscience.ch

 

Quelle: Redaktion SimplyScience

 

 

 

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