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Warum gibt es den Treibhauseffekt?

Bild: Shutterstock

In der Erdatmosphäre natürlich vorkommende Gase speichern die von der Erde reflektierten Sonnenstrahlen. Dasselbe macht das Glasdach eines Pflanzen-Glashauses (Treibhaus).

 

Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre es bei uns kalt wie im Universum. Leben, wie wir es kennen, wäre nicht möglich. Der Mond zum Beispiel hat kaum Atmosphäre, also kaum natürlichen Gase, die Wärme speichern könnten. Die wichtigsten natürlichen Gase, die z.B. in der Erdatmosphäre die Wärme der Sonne speichern, sind Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2), Methangas (CH4) und Lachgas (N2O). Sie lassen die Sonnenstrahlen zwar zur Erde durchscheinen, behalten aber einen grossen Teil der von der Erde reflektieren Strahlung zurück.

 

Abgase verstärken den Treibhauseffekt
Nun gibt es aber noch den vom Menschen verursachten (anthropogenen) Treibhauseffekt. Vor allem die Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl (Benzin) oder Gas verursacht Emissionen (Abgase), die den Treibhauseffekt noch verstärken. Mehr Gase speichern mehr Sonnenstrahlung, die Temperatur erhöht sich, das Weltklima verändert sich.

 

Der anthropogene Treibhauseffekt ist verantwortlich für den Klimawandel. Und der Klimawandel ist verantwortlich für das langsame Abschmelzen des Eises an den Polkappen und an den Gletschern. Das hat verschiedene Auswirkungen: Einerseits stieg durch das Abschmelzen des Eises im Verlauf des 20. Jahrhunderts der Meeresspiegel um 10 - 25 cm an. Schmilzt noch mehr Eis, könnten Länder wie die Niederlande grosse Gebiete ihrer Küste ans Meer verlieren. Ein weiterer Effekt der Eisschmelze an den Polkappen: Im ewigen Eis eingeschlossene Gase, vor allem Methan, werden freigesetzt und verstärken den Treibhauseffekt weiter.

 

Industrialisierung vs. Umwelt
Eine Erhöhung der Gaskonzentration in der Atmosphäre durch menschliche Einwirkung gibt es erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, nämlich seit der Industrialisierung. Verantwortlich für die Konzentrations-Erhöhung ist der steigende Verbrauch von Rohstoffen.

 

Der zeigt sich vor allem in den folgenden 4 Bereichen:

Im Energie- und Verkehrsbereich, zum Beispiel bei der Verbrennung von Benzin, Kohle, und Gas. Durch FCKW's (Verbindungen aus Fluor, Chlor, Kohlenstoff und Wasserstoff), die z.B. für Lösungsmittel oder Kühlanlagen verwendet wurden. Sie sind seit den 90er Jahren verboten, denn diese Gase sind auch Schuld an der Entstehung des Ozonlochs. Auch durch die Abholzung oder Verbrennung von Wäldern wird der Klimawandel vorangetrieben. Bäume nehmen CO2 auf und betreiben damit Photosynthese. Ohne Bäume wird der Luft weniger CO2 entzogen. Ausserdem wird bei der Verbrennung der Wälder CO2 frei. Unsere intensive Landwirtschaft setzt auch viele Treibhausgase frei. Rinder beispielsweise produzieren viel Methangas.

 

Treibhauseffekt wird "überwacht"
Natürliche Veränderungen der Konzentration von Treibhausgasen hat es in der Erdgeschichte schon öfters gegeben. Der durch den Menschen beeinflusste Treibhauseffekt spielt sich aber in verhältnismässig sehr kurzer Zeit ab. Während der letzten 100 Jahre hat sich das Klima mehr verändert als in den letzten 750'000 Jahren.

 

Um die Gefahren des Klimawandels einzudämmen, haben Politiker und Wissenschaftler aus der ganzen Welt den Weltklimarat gebildet. Er sammelt die Ergebnisse von wissenschaftlichen Untersuchungen und erstellt regelmässig Berichte über den Stand unseres Klimas. Der Weltklimarat sorgt auch dafür, dass die Menschen über die Gefahren des Klimawandels aufgeklärt werden, damit sie umweltbewusster handeln. Der Klimawandel wird wohl nicht mehr gestoppt werden können. Aber wenn wir umweltbewusst handeln, können wir seine Auswirkungen zumindest eindämmen.
 

Viele weitere AHA!-Fragen findest du auf www.simplyscience.ch

 

Quelle: Redaktion SimplyScience

 

 

 

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