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Antwort: Der typische faule Geruch in der Nähe von Vulkanen und faulen Eier hat denselben Ursprung: Das Gas Schwefelwasserstoff.
Ein aktiver Vulkan stösst bei einem Ausbruch nicht nur Lava aus. Im Schlot des Vulkans steigt ausserdem Gesteinsschmelze auf und setzt Gase frei. Eines dieser Gase ist der übelriechende, stark giftige Schwefelwasserstoff. Das Gas tritt aus verschiedenen Vulkanöffnungen aus. Du kannst an seinem Fuss stehen und den Gestank trotzdem wahrnehmen.
Sehr giftig!
Schwefelwasserstoff ist äusserst giftig - wenn jemand zuviel davon einatmet, stirbt er an einer Lähmung der Atemwege. Panik in der Nähe eines Vulkanes ist aber trotzdem nicht angesagt: Solange du das Gas noch riechen kannst, ist seine Konzentration noch zu gering, um tödlich zu sein. Richtig gefährlich wird es erst, wenn du nichts Übles mehr riechst. Denn das Gas hat die Eigenschaft, bei hoher Dosis die Geruchsrezeptoren zu betäuben.
Nicht nur negativ
Trotz seiner Giftigkeit hat Schwefelwasserstoff auch positive Eigenschaften. In geringen Mengen dem Quellwasser beigegeben, kann es bei Hautkrankheiten heilend wirken. Das ist auch der Grund für den strengen Geruch in einigen Kurbädern. Schwefelwasserstoff ist auch in Knoblauch enthalten, welcher bei regelmässigem Verzehr Herzerkrankungen und Bluthochdruck vorbeugt.
Und die Eier?
Was haben nun aber die faulen Eier mit dem Schwefelwasserstoff zu tun? Beim Zersetzungsprozess durch den Abbau von Biomasse, also auch von Eiern, wird das Gas freigesetzt. Auch faule Eier, Schlamm oder Tierkadaver verdanken ihm den strengen Geruch. Kleine Mengen Schwefelwasserstoff entstehen auch beim Verdauungsvorgang im Darm, welche dann sicherlich immer im falschen Augenblick entweichen ...
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Quelle: Redaktion SimplyScience