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Was ist eine Sternschnuppe?

Eine Sternschnuppe ist ein staubkorn- bis kieselsteingrosses Teilchen aus dem Weltall, das auf seinem Flug zur Erde in der Erdatmosphäre verglüht.

 

Die schönen weissen Linien am Nachthimmel sind nicht etwa UFO-Flugbahnen, sondern die Schweife von verglühenden Staubkörnern und Gesteinsbrocken, so genannten Meteoren. Bevor sie in die Erdatmosphäre eingedrungen sind, waren sie Meteoriden, und kreisten um die Sonne oder um die Planeten oder wurden von ihnen angezogen. Meteoriden gibt es zu Millionen in unserem Sonnensystem. Aus allen Richtungen und mehrmals täglich schiessen Meteoriden, die unkontrolliert durchs Weltall irren, auf die Erde zu. Geduldige Beobachter können in jeder klaren Nacht, vor allem in den dunklen Morgenstunden, Sternschnuppen am Himmel sehen.

 

Die Erde unter Beschuss
Meteoriden sind mit mehreren zehntausend Kilometern pro Stunde unterwegs, bevor sie in der Erdatmosphäre auf Luftwiderstand treffen. Der Luftwiderstand bremst sie ab und heizt die kleinen Partikel so richtig auf, bis das Gas um sie herum mehrere tausend Grad heiss ist und zu brennen anfängt. Die so entstandenen Sternschnuppen glühen durchschnittlich etwa eine Sekunde lang und ziehen einen Schweif von ein paar hundert Kilometern, bevor sie auf etwa 80-30 Kilometern Höhe komplett verglühen. Ganz selten sind auch grössere Brocken dabei, die noch viel heller sind als normale Sternschnuppen. Man nennt sie Feuerbälle oder Feuerkugeln. Ihre Leuchtkraft ist so stark, dass man sie auch am Tag sehen kann, und sie machen ein donnerähnliches Geräusch. Wenn sie explodieren, nennen wir sie Boliden. Wenn sie so gross sind, dass sie nicht komplett verglühen und auf die Erde treffen, nennen wir sie Meteoriten. Aus Filmen wissen wir, dass sehr grosse Meteoriten Katastrophen anrichten können. Doch die Chance, dass so etwas passiert, ist winzig klein.

 

Feuriger Regen
Meteoriden können auch Teil eines Kometen sein, der um die Sonne kreist und auf seiner Bahn eine Unzahl von Staub-Partikeln und Steinchen zurücklässt. Wenn die Erde die Bahn des Kometen kreuzt, stossen wir mit einigen dieser Partikel zusammen, wie wenn wir mit dem Auto durch einen Schneesturm fahren würden. Gleich mehrere Sternschnuppen schiessen dabei aus der gleichen Richtung zur Erde. Auch dieses Phänomen können wir am Nachthimmel beobachten, wir nennen es Sternschnuppenregen. Begegnungen mit Kometen-Partikeln können wir vorausberechnen. Jedes Jahr Mitte November dürfen wir während mehrerer Nächte den Sternschnuppenregen des Kometen Temple-Tuttle bewundern. Bis zu 500 Sternschnuppen pro Stunde leuchten während dieser Zeit am Nachthimmel. Wir nennen sie Leoniden, weil sie aus der Richtung des Löwen-Sternbildes kommen. Auch im August regnet es Sternschnuppen. Sie kommen aus der Richtung des Sternbildes Perseus und heissen Perseiden.

 

Wünsch dir was!

Sternschnuppen sehen lohnt sich! Es heisst, wenn du eine siehst, darfst du dir etwas wünschen und der Wunsch wird in Erfüllung gehen. Im November und August hast du also die besten Chancen, deine heiss ersehnten Wünsche wahr werden zu lassen.

 

Viele weitere AHA!-Fragen findest du auf www.simplyscience.ch

 

Quelle: Redaktion SimplyScience

 

 

 

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