Auch Tiere brauchen hitzefrei!

 

 

Es ist Sommer, die Temperaturen steigen in die Höhe, es ist Bade- und Grillzeit. Endlich! Leider vertragen nicht alle Menschen die Hitze gleich gut und das gilt auch für die Tiere. 
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Ferienzeit - Qual(l)enzeit

 

 

 

Einer Qualle im Meer zu begegnen kann unangenehm oder gar gefährlich sein. Schnell wird ein Badeausflug durch die Berührung einer Feuerqualle ruiniert. Im Zoo Basel hingegen kannst du die wunderschönen Tiere gefahrlos bestaunen.




Quallen scheinen jedes Jahr in den Sommermonaten just an den belebtesten Badestränden in Massen aufzutauchen. Dabei lösen sie bei manchem Feriengast meist unnötigerweise Panik aus. Die Nesselzellen der Ohrenqualle, der häufigsten Art an europäischen Küsten, durchdringen die menschliche Haut nur in Ausnahmefällen. Die Berührung ist zwar unangenehm, aber harmlos. Im Zoo Basel kannst du dich ganz entspannt und schmerzlos an den eleganten Schwimmbewegungen der Ohrenquallen erfreuen oder den Weg der Nahrung nach dem Fressen in den durchsichtigen Tieren mitverfolgen.

Gefährlicher ist die Begegnung mit den am Atlantik und Mittelmeer vorkommenden Leuchtquallen. Auf feinen, langen Tentakeln sitzen Nesselzellen mit einem für kleine Beutetiere hochwirksamen Nervengift. Eine Berührung mit der ungeschützten menschlichen Haut löst stechende Schmerzen aus, bei Allergikern manchmal sogar Lähmungserscheinungen. Die meisten Quallen bekommt der Badetourist aber nie zu Gesicht. Sie sind reine Hochseetiere und kommen an Küsten nur zufällig vor.

Einige Forscher sehen einen Trend zu wachsenden Quallenzahlen aufgrund von veränderten Nahrungsangeboten oder wegen des Klimawandels. Die Menge der an Badestränden gesichteten Quallen schwankt allerdings von Jahr zu Jahr enorm. Prognosen über das Auftreten an bestimmten Küsten lassen sich ebenso wenig machen wie Angaben über ihre "Wanderrouten". Dass Quallen nämlich an einer Küste landen, ist in jedem Fall ein Zu- oder Unfall: Bis Quallen erwachsen sind, haben sie bereits eine mehrmonatige Reise durch die Ozeane und ein halbes Leben hinter sich. Strömungen und Winde verfrachten sie durch die Meere.

Im Zoo Basel kannst du Ohrenquallen im Vivarium im Aquarium Nummer 19 bestaunen.

Mehr Infos: zoobasel.ch

 

Was ist Biodiversität?

Die Entdeckerstation gibt Antworten.


 

Die Artenvielfalt muss erhalten bleiben - darüber ist man sich einig. Doch wie soll das gehen? An der neuen Entdeckerstation «Artenvielfalt» im Tierpark Goldau kannst du mit interaktiven Spielen deinen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Gleichzeitig erfährst du, warum die vielen Tier- und Pflanzenarten wichtig sind und warum man manche Arten vertreiben muss, um andere zu erhalten.

 

Die neue Entdeckerstation «Artenvielfalt» ist bis zum 22. August 2010 geöffnet.

 

 

tierpark.ch

 

 

 

 

 

Von "Rabeneltern" und "Gluckenmüttern"

Tiere und ihr Nachwuchs

So verschieden wie all die Tierarten sind, so verschieden ist auch die Art und Weise, wie sie ihre Jungtiere aufziehen. Es gibt alle möglichen Varianten im Reich der Tiere: Eltern, die ihre Jungen drei Jahre betreuen und solche, die beispielsweise Eier legen und sich dann nicht mehr um den Nachwuchs kümmern. Mit ein paar ausgewählten Beispielen möchten wir dir die Vielfalt zeigen.

 

Hast du Fragen rund um Tiere und Tierschutz?

Schreibe uns eine E-Mail und schaue rein auf krax.ch.

 
Foto: Juniors Bildarchiv/N.Wimmer

Das Reh - am Anfang ganz alleine

Wenn die Rehkitze zur Welt kommen, sind sie gerade mal 500 Gramm bis 1 Kilogramm schwer. Meist sind es Zwillinge, welche die Mutter in einem Feld nahe dem Wald ablegt. Sie bleiben dort liegen und die Mutter besucht sie nur ein paar Mal pro Tag, um sie zu säugen. Sonst sind sie ganz alleine auf sich gestellt. Da sie praktisch keinen Eigengeruch haben und sich bei Gefahr ganz tief ins Gras drücken, können die Feinde sie kaum finden. Schon im Alter von 4 Wochen folgen die Kitze ihrer Mutter und beginnen Gras und Kräuter zu fressen. Sie trinken aber nach wie vor Milch von der Mutter - bis zum Alter von 3 bis 4 Monaten. Etwa nach einem Jahr werden sie dann selbstständig. Bei Rehen übernimmt die Mutter die Aufzucht der Jungen, der Vater hilft nicht mit.

Foto: Catherine Bissegger

Der Fuchs - im sicheren Versteck

Im Gegensatz zum jungen Reh sind die kleinen Füchse bei der Geburt völlig hilflose, blinde Bündel. Die gerade mal 100 Gramm leichten Jungen öffnen ihre Augen erst nach 10 bis 14 Tagen. Daher müssen sie an einem geschützten Ort zur Welt kommen. Es ist dies der sichere Bau unter der Erde. Dort, in einem weich gepolsterten Kessel, bleiben die Jungen zirka einen Monat bevor sie sich mit tapsigen Schritten das erste Mal ans Tageslicht wagen. Die ersten drei Wochen werden sie nur mit Milch der Mutter gefüttert, sie bleibt bei den Jungen. In dieser Zeit versorgt der Rüde (Männchen) die Fähe (Weibchen) mit Futter. Ab der 4. Woche kriegen auch die Welpen Fleisch, welches die Eltern heimbringen. Im Alter von 10 Monaten sind viele Füchse bereits erwachsen und verlassen das Gebiet ihrer Eltern.

Foto: Andreas Meier

Die Ringelnatter - der Laubhaufen brütet die Eier aus

Viele Reptilien legen Eier, so auch die Ringelnatter. Sie brütet sie aber nicht aus, wie dies die Vögel tun. Die nötige Wärme liefern Haufen aus Laub, Kompost, Mist oder anderem Material, welches feucht ist. Indem dieses Material vermodert, entsteht Wärme, die genügt, um die Eier auszubrüten. Die Ringelnatter weiss offenbar genau, welche Haufen sie aussuchen muss, damit ihre Jungtiere sich entwickeln. Sie legt im Juli 10 bis 30 (im Extremfall bis 50) Eier und kümmert sich danach nicht mehr um den Nachwuchs. Aus den Eiern schlüpfen etwa Mitte Oktober die Jungtiere, die ungefähr 20 cm lang sind. Sie sind vom ersten Moment an auf sich alleine gestellt und voll lebensfähig.

Foto: Juniors Bildarchiv / G. Türke

Kolkraben - fürsorgliche Eltern

Kolkraben sind überhaupt keine «Rabeneltern», wie eine Redewendung fälschlicherweise sagt. Die Eltern bauen zuerst ein perfektes, ausgeklügeltes Nest, aussen mit groben Ästen stabil gebaut und innen mit allerlei weichem Material (Moos, Wolle, Halme, Federn usw.) ausgepolstert. In dieses Nest legt das Weibchen dann 4 bis 6 Eier, die es fast drei Wochen bebrütet. Während dieser Zeit wird es vom Männchen gefüttert. Im Gegensatz zu den Stockenten sind Kolkraben beim Schlüpfen nackt und blind - sie gehören zu den «Nesthockern». Weil sie noch keine Federn haben, müssen sie in den ersten 2 bis 3 Wochen gehuddert werden, d.h. sie bleiben unter dem warmen Gefieder der Mutter. In dieser Zeit bringt der Vater das Futter zum Nest und die Eltern verteilen es an die Jungen. Ab der dritten Woche bringen beide Eltern Futter für die immer hungrigen Jungvögel. Dank dieser tollen Umsorgung wachsen die Jungen sehr schnell und können bereits mit 6 Wochen ausfliegen. Sie werden in den kommenden Wochen immer selbstständiger und lernen viel von den Eltern. Nach 2 bis 6 Monaten verlassen sie dann die Familie und beginnen ihr eigenes Leben.

Echse trifft Dino - Lebende Reptilien und ihre Urahnen

Neue Spezialausstellung im Sauriermuseum Aathal

Marc Jaeger hat das Krokodil fest im Griff!?

Nein, lebende Dinos zeigt das Sauriermuseum in Aathal immer noch nicht. Es glänzt normalerweise mit versteinerten Skeletten von Dinosauriern, reptilienartigen Wirbeltieren, die vor Millionen von Jahren lebten. Nun aber sind lebende Reptilien zu sehen, gewissermassen in einer Gesamtschau «Echse trifft Dino» mit ihren fernen Verwandten: Und tatsächlich lassen sich viele Übereinstimmungen finden!

Bist auch du fasziniert von lebenden Schlangen, Eidechsen oder Krokodilen? Sie leben unauffällig und versteckt. Beim Anfassen fühlen sie sich kalt an. Ihre Haut ist schuppig, ledrig oder hornig. Sie scheinen mit starrem Blick zu beobachten, aber wir wissen nicht, was sie denken, was sie fühlen: Überlebende aus einer anderen Zeit, aus einer längst vergangenen Epoche der Erdgeschichte!
Die Ausstellung «Echse trifft Dino» ist das Resultat der Zusammenarbeit des Sauriermuseums Aathal mit dem «Herpetofauna Research Center» von Marc Jaeger. Jaeger ist ein ausgewiesener Reptilienspezialist, der seine Tiere auch während der  Ausstellungszeit im Sauriermuseum artgerecht betreut. Er steht während der Ausstellungsdauer auch für spannende Führungen zur Verfügung. Verpasse auf keinen Fall «Schnappi», das kleine Stumpf-Krokodil aus Afrika!
Der Stammbaum der heutigen Krokodile, der Eidechsen und der Schildkröten führt tief ins Zeitalter der Dinosaurier zurück. Die Entwicklung der Schlangen ist jünger, ihre Hauptentfaltung fand erst im Tertiär statt, als die Dinosaurier bereits ausgestorben waren. Neben den Vorfahren der heutigen Reptilien und den Dinosauriern existierten im ausgehenden Erdaltertum bereits weitere Reptilienartige aus denen sich die Säugetiere entwickelt haben. Viele Ur-Reptilien starben im Erdmittelalter aus wie die Meeressaurier, die Flugsaurier und die Dinosaurier; mit Ausnahme der Vögel, die als ein Zweig nicht ausgestorbener Dinosaurier betrachtet werden können.


Ausstellung: ab Freitag 23. April 2010
Ende der Ausstellung: Sonntag, 24. Oktober 2010

Sauriermuseum Aathal, Zürichstrasse 69, CH-8607 Aathal

sauriermuseum.ch


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Sonntag und einzelne Feiertage: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Montag: geschlossen

 

 

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