Warum muss ein Fahrrad verkehrssicher sein?

Und was dein Velo dafür alles haben sollte

Fährst du mit deinem Velo im Strassenverkehr, muss es richtig ausgestattet sein.

Huiii! Auf dem eigenen Fahrrad in die Pedale zu treten und durch die Gegend zu düsen, macht allen Kindern grossen Spass. Doch gerade, wenn du mit deinem Velo schon im Strassenverkehr unterwegs bist, solltest du dich gut auskennen. Am besten übst du vorher, wie man sich im Strassenverkehr richtig verhält.

Es ist aber auch sehr wichtig, dass dein Fahrrad gut ausgestattet und verkehrssicher ist. So bist du beim Fahren vor vielen Gefahren geschützt. Wir verraten dir, warum es so wichtig ist, ein verkehrssicheres Velo zu haben und was dein Fahrrad dafür alles braucht.

Passen muss es: Die Grösse deines Velos

Zu allererst muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Velo die richtige Grösse für dich hat. Sie wird immer in Zoll angegeben. Entscheidend ist dabei deine Schrittlänge. Das Fahrrad ist genau richtig für dich, wenn du mit geradem Rücken im Sattel sitzt und dabei mit beiden Füssen gleichzeitig auf den Boden kommst. Es muss aber nicht der ganze Fuss sein. Wenn deine Fussballen den Boden berühren, reicht das aus. Ausserdem musst du das Lenkrad gut einschlagen können. Wenn du es nur mit ausgestreckten Armen erreichst, ist das Velo zu gross für dich. Am besten bist du beim Kauf dabei und probierst es vor Ort aus.

Ein Velo in der richtigen Grösse gibt dir mehr Sicherheit auf deinen Touren im Strassenverkehr oder auf sonstigen Wegen, weil du eine bessere Kontrolle über dein Fahrrad hast. Deswegen solltest du auch nur dann das Fahrrad deiner älteren Geschwister nutzen, wenn die Grösse zu dir passt. Das macht es ausserdem angenehmer, auf das Velo auf- und später wieder abzusteigen. Bei einem Fahrrad, das zu gross ist, fällt das Fahren schwerer und die Unfallgefahr ist grösser. Dadurch kannst du dich leichter verletzen.

Viele Kinderfahrräder lassen sich aber auch verstellen und auf deine Grösse anpassen. Da du ja noch ordentlich wächst, ist das sehr praktisch. Dann brauchst du nicht so schnell ein neues Velo und hast länger Spass mit deinem jetzigen.

Nie ohne Kopfschutz fahren: Sicherheit geht vor

In der Schweiz ist es keine Pflicht, einen Helm zu tragen. Es wird aber ausdrücklich empfohlen. Denn damit dir auf deinen Velotouren nichts Schlimmes zustösst, ist ein gut sitzender Helm sehr wichtig. Es kann immer passieren, dass du von deinem Fahrrad stürzt. Dabei sollte aber vor allem dein Kopf verschont bleiben.

Ein Velohelm schützt deinen Kopf vor schweren Verletzungen. Ob Sturz oder Zusammenstoss, dein Helm hält das aus. Trage aus diesem Grund auch auf kurzen Strecken oder auf Wegen, die du gut kennst, immer einen Helm.

Doch welcher Helm ist der richtige? Denn nicht nur für unterschiedliche Sportarten gibt es unterschiedliche Helme. Auch Velofahrer haben verschiedene zur Auswahl. Je nachdem, ob du Rennrad, BMX oder ein Alltagsrad fährst, brauchst du einen entsprechenden Helm. Bei der Wahl des Helms kommt es auch darauf an, dass er gut passt.

Aber selbst ein passender Velohelm schützt nur dann, wenn er richtig angezogen wird. Die Gurte müssen alle gleichmässig stramm sein und der Gurt unter dem Kinn darf nicht zu fest sitzen. Ausserdem muss der Helm stabil auf dem Kopf sitzen und darf nicht wackeln.

Wenn du noch nicht so viel Erfahrung mit dem Velofahren hast oder auf steinigem Gelände unterwegs bist, solltest du zur Sicherheit lieber auch Gelenkschoner anziehen. Bei einem Sturz schützen sie deine Ellenbogen und Knie vor schlimmen Verletzungen.

Sehen und gesehen werden: Die richtige Beleuchtung

Am frühen Morgen oder am Abend ist es nicht so hell draussen wie tagsüber. Damit du trotzdem verkehrssicher auf deinem Fahrrad fahren kannst, musst du als Velofahrer gut zu erkennen sein für andere Leute und besonders für Automobilisten. 

Dafür ist es unter anderem wichtig und auch Vorschrift, dass dein Fahrrad ausreichend mit Rückstrahlern ausgestattet ist. Vorne muss ein weisser und hinten ein roter Rückstrahler dran sein. Sie reflektieren das Licht von den Scheinwerfern anderer Fahrzeuge, sodass die Fahrer dich gut sehen können und dich nicht versehentlich anfahren.

Ausserdem solltest du an den Pedalen gelbe Reflektoren haben. Zusätzlich ist es gut, wenn jedes der Laufräder zwei gelbe Reflektoren in den Speichen hat. Damit auch du im Dunkeln gut sehen kannst und keinen Unfall baust, braucht dein Fahrrad vorne einen weissen Scheinwerfer und hinten eine rote Schlussleuchte. Sie müssen auf mindestens 100 Meter sichtbar sein.

Die verschiedenen Farben der Fahrradbeleuchtung haben den Zweck, dass andere Verkehrsteilnehmer oder auch Fussgänger genau wissen, in welche Richtung du unterwegs bist.

Besonders, wenn du in der Dämmerung oder spät am Abend unterwegs bist, solltest du möglichst helle Kleidung tragen, damit man dich noch gut sehen kann. Am besten ist es, du hast an deinen Kleidungsstücken reflektierende Streifen. Auf vielen Jacken und Schuhen sind solche Streifen mit eingearbeitet. Sie machen deinen Ausflug auf dem Velo noch sicherer. 

Halt mal an: Die Bremsen

Damit du bei Bedarf und im Notfall schnell anhalten oder langsamer fahren kannst, braucht dein Rad unbedingt gut funktionierende Bremsen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jedes Fahrrad zwei Bremsen haben muss: Eine Bremse für das Vorderrad und eine Bremse für das Hinterrad.

Es gibt vier verschiedene Bremssysteme: Die Rücktrittbremse, die Stempelbremse, die Felgenbremse und die Trommelbremse. Die letzten drei Systeme werden als Handbremsen über Hebel am Lenkrad gesteuert. Nur die Rücktrittbremse wird mit den Füssen ausgelöst.

Gerade für jüngere Kinder ist es angenehmer, wenn das Velo eine Rücktrittbremse und eine Handbremse hat. Wenn man von einem Velo mit Rücktrittbremse zu einem nur mit Handbremse wechselt, ist Vorsicht geboten. Denn man muss sich erst ein bisschen daran gewöhnen, dass beide Bremsen mit den Händen gesteuert werden. Bremst du zu heftig, kann es sein, dass du vom Velo stürzt.

Achtung, ich komme: Die Veloglocke

Wenn du auf deinem Velo unterwegs bist, triffst du immer wieder auf andere Kinder oder Erwachsene. Willst du an ihnen vorbeifahren, musst du dich vorher unbedingt bemerkbar machen, damit sich keiner erschreckt oder aus Versehen vor dein Fahrrad läuft und sich oder auch dich dadurch verletzt.

Es gibt zwar keine Vorschrift für eine Veloglocke. Aber zu deiner eigenen Sicherheit ist es wichtig, eine Glocke zu haben, mit der du dich als Velofahrer ankündigen kannst. Deine Veloglocke sollte einen hellen Ton haben und muss gut zu hören sein. Der Ton der Glocke darf daher nicht zu leise sein.

Wenn du rechtzeitig klingelst, haben sie genug Zeit, um dir aus dem Weg zu gehen. Dann hast du wieder freie Fahrt. Andere Warnvorrichtungen wie Tröten oder Hupen sind im Strassenverkehr leider verboten.

Schutzblech, Gepäckträger und Co.: Was sonst noch zu empfehlen ist

Neben den vorgeschriebenen Teilen, die dein Velo haben muss, um verkehrstauglich und sicher zu sein, gibt es noch ein paar Dinge, die nach Wunsch angebracht werden können. Um Sachen zu transportieren, ist ein stabiler Gepäckträger nicht unbedingt nötig, aber sehr praktisch.

Schutzbleche über dem Vorder- und Hinterrad sorgen dafür, dass du keine volle Ladung Dreck abbekommst, wenn du mit deinem Velo durch den Matsch fährst. Der Dreck, den die Räder hochschleudern, bleibt unter den Schutzblechen.

Ein Kettenschutz ist ebenfalls nicht unbedingt notwendig, aber sehr hilfreich. Er verhindert, dass du mit deiner Hose oder anderen Kleidungsstücken in der Fahrradkette hängen bleibst. Das bewahrt dich vor unangenehmen Stürzen und Verletzungen.

Für Kinder ist es auch ausreichend, wenn das Velo nur drei Gänge hat. Bei der Gangschaltung bleibt nur zu entscheiden, ob das Velo eine Kettenschaltung oder eine Nabenschaltung haben soll.

Die Pedale deines Fahrrads sollten auf jeden Fall rutschfest sein, damit du beim Fahren nicht plötzlich die Kontrolle verlierst und hinfällst. Achte dabei auch darauf, dass deine Schuhe nicht an der Sohle nass sind, wenn du Velo fahren möchtest.

Wenn du dein Velo draussen abstellst, solltest du es vor bösen Gaunern schützen und es mit einem Fahrradschloss an einem stabilen Gegenstand wie einem Zaun oder einer Strassenlaterne befestigen. Besonders Schlösser, die einen Zahlencode statt einen Schlüssel haben, sind vor Dieben sicher.

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