Bastian Baker – Auf dem Sprung zum Superstar

Grosses SPICK-Interview mit dem erfolgreichen Schweizer Musiker

Bild: © Michelle McCormack

Du gehörst zu den erfolgreichsten Musikern der Schweiz mit 700 Live-Konzerten in 35 Ländern… Dabei wärst du fast Eishockey-Profi geworden damals … Wieso hast Du die Schlittschuhe damals an den Nagel gehängt und dich für die Musik entschieden?
Eines hat zum anderen geführt. Rückblickend war das irgendwie ein recht fliessender Übergang. Ich hatte 2010/2011 mit Martigny noch eine Saison gespielt, es war eine super Saison, wir wurden gar Meister. Gleichzeitig war die Musik immer meine grosse Leidenschaft und die Möglichkeit, damit Fuss zu fassen wurde im Sommer 2011 greifbar. Da war plötzlich eine meiner Singles im Radio, ich hatte tolle Konzertmöglichkeiten und es wurden Pläne für mein erstes Album geschmiedet. Ich wurde so in diesem Musik-Sog gezogen, dass ich keinen neuen Club mehr suchte und mir die Entscheidung auf die Karte Musik relativ leicht fiel.

Gab es einen speziellen Moment, wo dir klar wurde, dass du dich lieber ganz auf die Musik konzentrieren möchtest?
Ich denke, einer der wichtigsten Momente war das Konzert am Montreux Jazz Festival 2011. Da waren so viele Leute, eine so unbeschreibliche Atmosphäre und so viel gutes Zureden. Mir hatte es den Ärmel reingezogen.

Kommst du aus einer musikalischen Familie?
Meine Mum hatte zwar lange Gitarre gespielt, war jedoch immer etwas zu scheu, um irgendwo aufzutreten, mein Vater war schon immer der Showman. Anscheinend hat’s die Mischung aus dem Talent meiner Mutter und dem hohen Unterhaltungswert meines Vaters gebraucht, um mich dahin zu bringen, wo ich heute stehe.

War Musiker werden schon als Kind ein Traum von dir oder hattest du da einen ganz anderen Traumberuf?
Musiker war schon immer ein Traum. Früher wollte ich Journalist werden, dann Eishockeyprofi – das hätte ja fast geklappt. Aber Musik war immer im Hinterkopf. Mit 7 hatte ich meine erste Band gegründet, mit 13 meine ersten Bar-Konzerte gespielt… Musik verbindet und bringt Menschen zusammen – dies als meinen Job zu bezeichnen ist grossartig und habe ich bis jetzt noch nie bereut.

Mittlerweile bist du ein erfolgreicher Popstar und begleitest Shania Twain, eine der erfolgreichsten Solo-Sängerinnen, als Support –Act bis Ende Jahr auf ihrer Welttournee. Was ist das für ein Gefühl?
Das ist ein grossartiges Gefühl. Ich bin unwahrscheinlich dankbar für diese Möglichkeit. Wir spielen jeden Abend vor zirka 10’000 Leuten, eine grossartige Möglichkeit meine Musik mit der Welt zu teilen.

Was war die schönste Erfahrung, die du auf der Tour bisher gemacht hast?
Ich denke das Konzert in Montreal. Es fand in der legendären Hockey-Arena „Bell Centre“ statt. Und das Konzert in Nashville. Jeder Musiker träumt davon, mal in Nashville aufzutreten und ich stand da plötzlich auf der Bühne der grössten Venues! Ein grossartiger Moment mit einer unglaublichen Stimmung.

Gab es auch schwierige Momente?
Klar. Die gibt’s immer wieder. Ich hatte vor einigen Wochen meine Stimme für einige Tage verloren, kein toller Moment. Es ist schon sehr wichtig, dass man sich auf diesen langen Reisen und Touren Sorge gibt. Ausserdem ist man schon lange und weit weg von Freunden und Familie, das kann ab und zu schon auch auf die Stimmung schlagen – was man sich dann aber natürlich auf der Bühne nicht anmerken lassen darf. Aber ab dem Moment, wo Tausende Menschen mit dir deine Songs singen, ist auch der schwierigste Moment vergessen.

Was nimmst du mit aus dieser Erfahrung mit Shania Twain?
Ich denke ich habe gelernt, mit grösstem Druck sehr gut umzugehen. Ausserdem bin ich begeistert von ihrer Art und wie sie es schafft, das Publikum mitzureissen. Ich beobachte sie noch immer jeden Abend und versuche, mich inspirieren zu lassen und mir ein Stück davon abzuschneiden.

Was rätst du SPICK-Fans, die dir nacheifern wollen?
Lass dich nicht abbringen von deinem Traum. Glaube an dich, halte dir das Ziel stets vor Augen und arbeite einfach noch ein Tick mehr als die anderen.

Vor kurzem ist dein neues Album erschienen – was zeichnet es deiner Meinung nach aus?
Es ist völlig anders, als alles, was ich zuvor gemacht habe. Ich habe fast 2 Jahre darauf hingearbeitet, habe mir viel Hilfe von renommierten Songschreibern und Produzenten geholt und es ist an so vielen diversen Orten entstanden und bringt daher eine grosse Vielfalt mit.

Was möchtest du mit deiner Musik vermitteln?
Ich möchte Menschen zusammenbringen. Jeder sieht in den Songs einen Bezug zu seinem Leben – wir sind alles nur Menschen. Ich denke, ich bin grundsätzlich ein sehr positiver Mensch – das Gefühl würde ich gerne weitergeben.

Was ist dein grösster Traum als Musiker?
Dass ich noch viele Jahre weiter kreativ und erfolgreich sein, und meine Musik mit Menschen auf der ganzen Welt teilen darf. Meine eigene Arena-Show wäre natürlich auch mal noch toll. 😊

Was ist dein grösster Traum überhaupt?
Ich bin im Moment sehr glücklich und happy mit dem was ich habe. Aber sollte jetzt der Über-Erfolg einsetzen, würde ich dafür sorgen, dass, egal wo auf der Welt ich grad stecke, Familie und Freunde dabei sein könnten. Wäre doch grossartig, wenn ich 1-1 teilen könnte, was ich zurzeit grad erlebe.

Was war dein liebstes Kinderlied?
Wahrscheinlich ein Track von Henri Dès. Polyglotte mochte ich sehr gerne.

Was war dein liebster Kinderfilm?
Das Dschungelbuch. Ich finde auch als Erwachsener übrigens Kinderfilme noch richtig toll.

Was ist dein Lieblingsessen?
Raclette. Aber ich liebe Essen grundsätzlich.

Das magst du:
Sport, Reisen, Gitarrenspielen, Leute kennenlernen, gutes Essen, Motorradfahren, neues Entdecken und das Leben.

Das magst du gar nicht:
Verkehr, Pessimisten, Schmatzer, Krieg und Mücken.

Kennst du den SPICK?
Aber sicher doch! Salut Spick.

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