Marius erobert die Musikszene

Das grosse SPICK-Interview mit Marius Bear

Bild: © Guntern & Brehm GmbH

Marius Bear stammt aus der Schweiz und lebt die meiste Zeit in London. Er gehört mit seinen 26 Jahren zu den vielversprechendsten Musiktalenten in Europa. Wer ihn einmal gehört hat, vergisst diesen berührenden Moment nicht mehr. Seine Stimme und sein Charisma sind einzigartig. Im Februar 2019 wurde er mit dem Swiss Music Award als «Best Talent» ausgezeichnet.

Marius Bear, Du hast Mitte Februar den Swiss Music Award in der Kategorie «SRF 3 Best Talent» gewonnen. Was ging Dir durch den Kopf, als Du zum Gewinner gekürt worden bist?
Ich war völlig «hibbelig» und hab mich wahnsinnig gefreut, wie ein kleiner Junge. Durch den Kopf ging mir, was ich alles sagen möchte, jedoch hatte ich schon wieder alles vergessen, als ich endlich hinter dem Mikrofon stand…

Ich habe gelesen, dass Du eigentlich gar nicht Sänger werden wolltest. Wie kam es letztlich dann doch dazu?
Ich habe die Offiziersschule in der Schweizer Armee besucht. Zu dieser Zeit mussten wir jeden Morgen auf einen grossen Platz sprinten und Befehle schreien um die Soldaten zu sammeln. Ein Kollege sagte mir in der Pause, dass ich eine unheimlich starke Stimme hätte und ob ich es nicht mal mit Metal-Musik probieren wolle. Wir jammten von da an jeden Tag am Feierabend und ich fand plötzlich Gefallen an der Musik. Ich habe eigentlich eine Baumaschinen/Landmaschinen-Mechaniker-Lehre gemacht.

Nur wenig, die sich als Sängerin oder Sänger versuchen, schaffen auch den Durchbruch. Was gab bei Dir den Ausschlag?
Ich glaube es ist das Gefühl, dass es in mir auslöst, wenn ich singe.

Heute lebst Du in London? Wieso hast Du der Schweiz den Rücken gekehrt?
Ich habe der Schweiz nicht den Rücken gekehrt. Ich wohne zur Hälfte noch in der Schweiz. Die Schweiz, das Appenzell, ist wie ein Rückzugsort für mich, wo ich mich wieder sammle.

In der Schweiz hast Du in den vergangenen Monaten ziemlich an Bekanntheit gewonnen. Inwiefern wirkt sich das auf Dich als Person aus?
Ich behaupte jetzt einmal, dass sich das gar nicht auswirkt (lacht). Ich bin so wie ich bin und Marius Bear das bin ich. Und wenn ich dann einmal abhebe, dann merke ich es schnell wenn ich Zuhause bin. Meine Mutter bringt mich schnell wieder auf den Boden.

Welche Tipps hast Du für jene Jugendlichen, die gerne auch so einen Weg einschlagen würden?
Sich der Musik völlig hingeben und sich selbst zu bleiben. Man muss Opfer bringen.

Gibt es bestimmte Fehler, die Du selber gemacht hast?
Ja logisch, ich habe ganz viele Fehler gemacht. Ohne Fehler wird man nicht besser. Fehler sind wichtig!

Hast Du Idole?
Meist sind es künstlerische Vorbilder. Ich bewundere vor allem Menschen, die sich selbst gefunden haben und die das machen, was sie lieben.

Und nun natürlich noch die wichtigste aller Fragen: Kanntest Du den SPICK vor diesem Interview schon?
Logisch! SPICK habe ich früher immer in der Schule gelesen – habe ihn sogar einmal abonniert. Ich finde es super, wie verständlich er ist und gleichzeitig ein solides Wissen vermittelt.

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