Niemand mag mich

Frage an 147: Manchmal würde ich morgens am liebsten im Bett liegen bleiben. Ich glaube einfach, dass mich niemand mag. Susanna, 14 Jahre (Name geändert).

Bild: © Antonio Guillem/Shutterstock.com

Liebe Susanna!

Verständlich, dass du morgens am liebsten im Bett bleiben möchtest, weil du den Eindruck hast, dass dich niemand mag. Wir alle hoffen und warten darauf, dass uns jemand sagt, wie wertvoll wir sind, dass wir liebenswert und gut sind. Es ist völlig okay, diesen Wunsch zu haben. Doch zum Leben gehört, dass man nicht immer jemanden hat, der einen bestätigt und bestärkt.

Deshalb musst du selbst zu dir stehen. Sei freundlich mit dir, auch wenn du nicht alles gut machst oder kannst. Gefühle wie Unsicherheit, Verletzlichkeit und Unzufriedenheit gehören zum Leben und speziell zur Pubertät. Das geht vielen Jugendlichen so. Um uns entwickeln zu können, brauchen wir diese Gefühle. Wenn du dich selbst akzeptierst, so wie du bist, musst du weniger vergleichen und kannst anfangen, dein Leben zu entdecken und Dinge zu wagen, die dir wichtig sind.

Situationen, die dich verunsichern oder verwirren, gehören dazu. Jedes Mal, wenn du etwas Neues lernst oder wagst, weisst du nicht, was passiert. Solange du deine Unsicherheit mit Coolness überspielst, wirkst du verkrampft und angespannt. Wenn du aber zu deiner Unsicherheit stehst, kannst du mehr du selbst sein.

Vielleicht magst du ja einige Sachen ausprobieren: Es kann schon helfen, die Körperhaltung aufzurichten. Wie wäre es, wenn du dir morgens vor dem Spiegel ein aufmunterndes Lächeln schenkst? Suche jeden Tag nach einem positiven Erlebnis, egal wie klein es war. Überlege dir, was du gut kannst und gerne tust. Sprich mit vertrauten Menschen und frage sie, wie sie dich sehen und was sie an dir schätzen. Nur Mut!

Liebe Grüsse, dein 147.ch

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